Artikel zuletzt aktualisiert am 07.03.2021

Licht bedeutet Raum und LED-Deckenspots eignen sich ideal, um Räume besonders zu beleuchten. Mit Licht definiert der Innenarchitekt besondere Zonen in einem Zimmer, schafft Akzente, hebt Spezielles hervor, schafft Atmosphären und Stimmungen. An der Decke montierte Licht-Spots sind im Einsatz variabel und präzise zugleich. Wird zusätzlich für die Einbaustrahler LED-Technik genutzt, spart dies Kosten. Die LED-Einbaustrahler sind also mit einigen Vorteilen immer ein Gewinn für die heimische Umgebung.

Sie interessieren sich für LED-Deckenspots im Badezimmer? Hier finden sie weitere Informationen zum Einsatz von Deckenspots im Bad.

Zunächst sollte überlegt werden, zu welchem Zweck die LED-Beleuchtung installiert werden soll. Dabei sind die diversen Bezeichnungen wie Deckenspot, Einbaustrahler oder Einbauleuchte unerheblich, denn sie meinen alle das Gleiche. Beim Kauf der LED-Deckenspots kommt es vielmehr auf die Helligkeit oder die Lichtwärme an. Um einen Eindruck von der zukünftigen Gestaltung eines Raumes zu bekommen, sollte der Heimwerker sich die Spots oder ähnliche Beleuchtungen zuvor bei passender Gelegenheit anschauen. In einem gut sortierten Baumarkt sollte dazu Gelegenheit bestehen. 

Wichtiges Zubehör für die Elektroinstallation

Die wichtigsten Merkmal der LED-Deckenspots: So treffen Sie die richtige Wahl

Einige Merkmale sind besonders zu beachten, als da sind: Die Leistung der Strahler, angegeben in Watt. Der Lichtstrom in Lumen und die Farbtemperatur in Kelvin sind wichtig für den Charakter der Ausleuchtung. Unter praktischen Gesichtspunkten ist die Einbautiefe und der -durchmesser wesentlich. Und die Leuchten machen nicht nur Licht, sie sind selber charakteristischer Teil des Ambientes. Welche Farbe ist für ihren Korpus vorgesehen? Die Glaseigenschaften, sollen sie klar oder satiniert daherkommen?

Leistungsvergleich der Lampen

Vor ewigen Zeiten hatte die Glühbirne 40 oder 60 Watt. Die aktuellen LED-Leuchten kommen mit einem Stromverbrauch von 7 Watt aus. Damit verringert sich die Energierechnung deutlich und die Effizienz steigt. Die Wattzahl einer LED-Lampe informiert aber nur ungefähr über ihre Helligkeit. Für einen Vergleich der beiden Leuchtmittel sollte der Wert der LED mit 5 multipliziert werden. So erhält man die Leuchtkraft in Bezug auf eine traditionelle Glühbirne. 

Der Lichtstrom

Ein weiterer wichtiger Hinweis für Helligkeit und Lichtintensität ist der Lichtstrom, der in Lumen angegeben wird. Mit dieser Maßeinheit gibt der Hersteller die Lichtmenge an, die von einer rundum strahlenden Lampe abgegeben wird. Allgemein richtet sich der Installateur nach Empfehlungen über das Verhältnis von Lichtstrom und Raumgröße. Für Wohnräume geht man von 100 Lumen pro Quadratmeter aus, Bad und Küche sollten mit 300 Lumen ausgeleuchtet sein. Für die Badbeleuchtung können Schutzzonen Berücksichtigung finden, auch Akzente sind hier möglich und erwünscht. Mit diesen ungefähren Vorgaben bekommt man eine ungefähre Vorstellung, wie viele Lampen bei welcher Lumenzahl für die Beleuchtung sinnvoll sind.

Die Farbtemperatur der Lampen

In Kelvin wird die Farbtemperatur angegeben. Je nachdem ob der Wert höher oder tiefer ist, empfindet man das Licht als angenehm warm oder eher kalt. Eine Glühbirne mit einer Farbtemperatur von 3.000 K wird als warmweiß bezeichnet. Für den Wohnbereich sollte auch die LED diesen Charakter haben und mit 2.700 bis 3.000 K angegeben sein. Bei höheren Werten von 4.000 K ist man im Bereich kaltweißer Leuchtstoffröhren. Wenn Sie mehr zur Farbtemperatur erfahren wollen, sollten Sie sich unseren Ratgeber-Artikel zur Farbtemperatur anschauen.

Die Einbautiefe und der Einbaudurchmesser 

Der Fachhandel hält Deckenleuchten mit ganz unterschiedlichen Einbaudurchmessern und Einbautiefen bereit. Einbautiefe meint, wie tief etwa eine Trockenbaudecke abgehängt sein soll, damit Lampen genug Platz finden. Der Einbaudurchmesser bestimmt die Größe der Bohrungen für die Strahler.

Der Korpus der LED-Deckenspots und ihre Glaseigenschaften

Die LED Spots werden vorrangig in Weiß, aber auch in Chrome oder in metallischen Farben angeboten. Aber Vorsicht, das Weiß des Korpus harmoniert nicht immer mit dem Weiß der Zimmerdecke. Eine Kontrastfarbe ist hier meist die einfachere Lösung. Das Glas gibt es als klares Lampenglas oder satiniert. Der Preisunterschied pro Leuchteinheit beträgt 1 bis 2 Euro. Satiniert bedeutet, das Glas ist rau und damit weniger durchsichtig. Damit wirkt das Licht gedämpfter, wird niemals grell oder blendend. 

Schritt-für-Schritt-Ratgeber: Einbau einer LED-Beleuchtung

Nun aber zur Praxis. Entscheidend für die Installation der LEDs ist der Deckentyp, in den die Strahler eingebaut werden sollen. Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten: Die abgehängte Trockenbaudecke, meist aus Gipsbetonplatten, oder die Decke aus Beton.

Der Einbau in eine Betondecke

Der Einbau von LED-Deckenspots in eine herkömmliche Betondecke ist auf direkte Weise leider nicht zu bewerkstelligen. Denn diese Decken haben eine Bewehrung aus Stahl und sind besonders im Parterre von Einfamilienhäusern vorhanden. Unmöglich also, die Decke zu durchbohren. Wie immer im Handwerkerleben gibt es aber Alternativen.

Abhängen der Decke 

Aus Gipsbetonplatten wird eine Zwischendecke, auch Trockenbaudecke, eingezogen. Selbstredend wird die neue Decke so tief angebracht, dass die LED Beleuchtung und ihre Verkabelung Platz finden. Aber es entstehen zusätzliche Kosten, der Aufwand ist erheblich höher. Der Raum wird auch niedriger, all das ist vorher zu bedenken und zu kalkulieren. In die nun installierte Trockenbaudecke kann man jedoch die Beleuchtung problemlos einsetzen.

Einbaugehäuse in die Betondecke setzen

Wer einen Neubau plant, kann Vorarbeiten für die LED Spots beim Bau des Hauses berücksichtigen. Wird die Betondecke gegossen, werden Platzhalter für die Beleuchtung eingesetzt. So entstehen Aussparungen, die später die LED Beleuchtung aufnehmen. Eine weitere Methode sind besonderen Einbaugehäuse. Diese werden beim Gießen der Zimmerdecke ebenfalls mit eingearbeitet. So entsteht ausreichend Montageraum für den späteren Einbau der LED Lampen.

Einbau der LED-Deckenspots in eine Trockenbaudecke

Bei einer Trockenbaudecke ist das Einbauen der LED Strahler ohne Probleme und ohne besonderen Mehraufwand möglich. Gleiches gilt für eine bereits abgehängt Decke. Beim Arbeiten mit Strom ist allerdings besondere Vorsicht notwendig. Wer bei Elektroarbeiten nicht weiß, was er tut, sollte einen Fachmann zu Rate ziehen.

Gefahrenhinweis zu Arbeiten der Elektrotechnik

Die Elektrotechnik ist ein Bereich der sogenannten gefahrengeneigten Handwerken. Das heißt, Heimwerker dürfen hier nicht alle Arbeiten selbst durchführen, sondern müssen dies mit einem Fachelektriker tun. Bitte informieren Sie sich im Vorfeld, welche Arbeiten Sie eigenständig durchführen dürfen. In unserem Ratgeberartikel zum Thema „Elektroinstallation selber machen“, finden Sie wichtige Informationen.

Markierungen für das genaue Positionieren

Um die Verteilung der Spots an der Decke und ihre benötigte Anzahl zu bestimmen, hilft ein Grundriss des Raumes. So ist ungefähr schon bei der Vorbereitung zu sehen, welcher Spot wo angebracht werden soll. Nun an der Decke die entsprechenden Stellen markieren. Der Lochbohrer oder ein Kreisschneider besorgt anschließend die Ausbohrungen. Sind eckige Aufnahmen vorgesehen, ist die Stichsäge das passende Werkzeug. Wichtig ist hier der korrekte Durchmesser oder die genauen Abmessungen entsprechend der verwendeten Spots.

Problematisch wird es, wenn sich hinter einer Markierung ein Metallprofil der Deckenkonstruktion befindet. Unbedingt ist zu vermeiden, solche Profile anzubohren. Einfacher wird es, wenn der Trockenbauer die Bohrungen bereits beim Abhängen der Decke anfertigt.

Die Verkabelung (Verkettungsleitung)

Üblicherweise verwendet man dreiadrige NYM-J-Kabel. Werden mit einer Verkettungsleitung LED-Lampen verbunden, geht man beim Verkabeln systematisch vor und verlegt stets von einem Lampengehäuse zum nächsten. Sollen etwa drei Leuchten angebracht werden, führt die Verkabelung zunächst vom Lichtschalter zur ersten Öffnung. Von dieser geht es zur zweiten Spotaufnahme und schließlich zur dritten. Die Adern der Kabel werden fachmännisch gesichert, etwa mit Wago-Klemmen. Mit einer Schnur oder einem Draht zieht man die Kabel an die entsprechende Position. 

Konnte der Elektriker noch nicht tätig werden, heißt das für den LED-Installateur, dass der seine Beleuchtung vorerst nicht an ein stromführendes Kabel anschließen kann. Der Beginn der Lichterkette sollte deshalb besonders gekennzeichnet sein. So weiß der Elektriker sofort wohin mit dem stromführenden Kabel. Wurde alles korrekt geplant und eingerichtet, hängen am Ende aus jedem Bohrloch zwei Kabel, außer aus dem dritten und letzten. 

Die Deckenspots einsetzen und anschließen

Konnte der Fachmann schließlich seinen Aufgaben nachkommen und der Strom ist gelegt, geht es um das Einsetzen der Spots. Zunächst sollte die Sicherung abgeschaltet werden, um Spannungsfreiheit herzustellen. Mit dem Phasenprüfer kontrolliert der sicherheitsbewusste Techniker, ob die Leitung auch wirklich stromlos ist. Die von der Decke ankommenden Kabel werden nun angeschlossen. Jeweils zwei Kabel für jede Lampe, denn die LED-Strahler sind parallel geschaltet. An den Spots befinden sich in aller Regel jeweils für die stromführende Phase (L, braunes oder schwarzes Kabel) zwei Anschlüsse, für den Nullleiter (N, blaues Kabel) und die Erdung (grün-gelb) ebenso. Das Anklemmen stellt mithin kein Problem dar. Der letzte Spot wird der Konstruktion entsprechend nur mit einem Kabel verbunden. Dann die Lampen in die entsprechenden Bohrungen einsetzen unter Zuhilfenahme der Klemmbügel. Zur Sicherheit kann nach den einzelnen Schritten ein Lichttest durchgeführt werden.

Notwendige Werkzeuge

Für die Installation sind diverse Werkzeuge notwendig. Die gut sortierten Heimwerker unter Ihnen werden manches davon im heimischen Werkzeugkasten vorfinden. Für die elektrischen Arbeiten kann allerdings spezielles Werkzeug notwendig werden. 

  • Phasenprüfer (Spannungsprüfer)
  • Schlitz- oder Kreuzschlitz-Schraubendreher
  • Abisoliermesser
  • Abisolierzange
  • Cuttermesser
  • Für runde Einbaulöcher: Bohrmaschine (mit Lochsägenaufsatz)
  • Für eckige Einbaulöcher: Stichsäge
  • NYM-J-Kabel, Durchmesser 1,5 mm2
  • Wago-Klemmen
  • Bleistift und Zollstock 
  • Draht oder Schnur

Wir hoffen, dass wir Ihnen in diesem Artikel einige wichtige Informationen rund um das Thema LED-Deckenspots und deren Einbau und Installation vermitteln konnten. Artikel zu verschiedenen weiteren Themen rund um das Thema Leuchten und LEDs finden Sie ebenfalls auf leuchtmittel-experte.de.

Eine Idee zu “LED-Deckenspots – Was Sie bei Auswahl und Einbau von LED-Deckenspots beachten sollten [Ratgeber]

  1. Tyler Padleton sagt:

    Wir lassen uns von einer Firma für Metalltechnik Einbauspots herstellen, die genau in die Decke unseres Wohnzimmers passen. Deshalb bin ich auf der Suche nach Hinweisen zum Einbau auf diese Seite gestoßen. Es stimmt, dass, um die Verteilung der Spots an der Decke und ihre benötigte Anzahl zu bestimmen, ein Grundriss des Raumes reicht.

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