Artikel zuletzt aktualisiert am 03.07.2020

Warm, kalt oder neutral – die Rede ist vom Licht. Spätestens bei der Weihnachtsbeleuchtung beschäftigen sich die Menschen mit der Farbwirkung von Lampen. Aber was ist die Farbtemperatur konkret? Was unterscheidet warmes vom kalten Licht und ist wirklich die Temperatur maßgebend? In diesem Ratgeber lernen Sie den Einsatz und die Wirkung der Farbtemperatur kennen.

Definition: Farbtemperatur – was ist das überhaupt?

Die Unterscheidung zwischen warmweiß und kaltweiß kennen viele Menschen bereits. Doch was bedeutet das? Die Farbtemperatur gibt im Prinzip an, wie das Licht wirkt. Diese Wahrnehmung lässt sich subjektiv feststellen (warm vs. kalt oder rot bis blau). Aber auch objektiv gibt es eine Methode, um Licht und Lichtfarbe näher zu beschreiben.

Ausflug in die Physik: Schwarze Körper und ihre Bedeutung für das Licht

Um die Lichtwirkung physikalisch zu bestimmen, kommt ein sogenannter Planck’scher Strahler zum Einsatz. Dabei handelt es sich im Grunde um einen »Schwarzen Körper«, dessen (theoretisches) Hauptmerkmal es ist, sämtliche elektromagnetische Strahlung zu absorbieren, ohne irgendetwas davon wieder zurückzuspiegeln. Dazu gehören auch Lichtstrahlen. In der Physik wird ein »Schwarzer Körper« aufgrund dieser Besonderheit als eine ideale Strahlungsquelle betrachtet. Wie hängt diese Tatsache mit der Farbtemperatur und dem Licht zusammen?

In der Praxis wird ein Planck’scher Strahler solange erhitzt, bis er tatsächlich Strahlung aussendet und nicht nur absorbiert. Ab einer bestimmten Temperatur sendet ein »Schwarzer Körper« zunächst rote Strahlen aus. Bei einem weiteren Anstieg der Temperatur verändert sich die Farbe der ausgesendeten Strahlen: Das Rot wird zu Gelb und später Hellblau.

Der Begriff Farbtemperatur hat demnach einen logischen Hintergrund: Wie heiß muss der Planck’sche Strahler sein, damit er anfängt, Strahlung (d. h. Licht) in einer bestimmten Farbe auszusenden?

Farbtemperaturen einordnen: Kelvin und wann das Licht warm oder kalt erscheint

Die als Licht wahrnehmbare Strahlung wird in der Einheit Kelvin (abgekürzt: K) angegeben. Dabei lässt sich das Licht in einem Spektrum zwischen 1000 und ca. 27000 Kelvin angeben. Zum besseren Verständnis: 1000 Kelvin entsprechen etwa 727° Celsius, wobei sich die Temperaturskala Celsius tatsächlich von der Kelvinskala ableitet. Was bedeutet Kelvin nun für die Farbtemperatur?

Die niedrigste Stufe auf der Skala entspricht in etwa einer Kerze, die ca. 1500 K ausstrahlt. Der Feuerschein beträgt generell ungefähr 2000 Kelvin. Eine Halogenlampe strahlt hingegen mit einer Farbtemperatur von ca. 2700 K, während in einem Operationssaal ungefähr 3600 K vorherrschen. Im Vergleich dazu lässt sich das natürliche Licht je nach Bewölkung und Tageszeit einordnen. Auch die Jahreszeit spielt für das Tageslicht und dessen Wirkung eine Rolle.

Die Morgen- und Abendsonne strahlt demnach ganz allgemein mit etwa 5000 bis 5500 K, wohingegen mittags bis zu 5800 K erreicht werden. Sobald der Himmel bedeckt ist, ist das natürliche Tageslicht mit 6500 bis ca. 8000 K wahrnehmbar. Die Wirkung dieses Anstiegs ist die wahrgenommene Lichtfarbe: Je höher das Kelvin-Maß ausfällt, umso kühler und blauer wirkt das Licht.

Ab ungefähr 6000 Kelvin erreicht die Skala eindeutig »kalte« Farbtemperaturen, deren Spektrum ins Blau übergehen. Beispielsweise ist die sogenannte »Blaue Stunde« mit etwa 10000 Kelvin wahrnehmbar und das Nordlicht sogar mit einem Spektrum von ca. 15000 bis 27000 Kelvin. Die Einordnung in »kaltweiß«, »neutralweiß« und »warmweiß« empfinden Menschen meistens auf einer subjektiven Ebene.

Die richtige Farbtemperatur bei Leuchtmitteln – Einsatz und Wirkung verschiedener Lampen

In der EU-Verordnung 244/2009 ist vorgeschrieben, dass Energiesparlampen eine Angabe in Kelvin zur Farbtemperatur aufweisen müssen. Aber welche Leuchtmittel eignen sich für welchen Zweck? Was dem einen zu grell ist, empfindet der andere als ideal. Das subjektive Empfinden von Licht spielt sowohl privat als auch beruflich eine große Rolle. In beiden Bereichen ist die Gesundheit wesentlich. Denn schlechte Lichtverhältnisse beeinträchtigen nicht nur die Augengesundheit. Kopfschmerzen, Müdigkeit und eine miese Stimmung sind häufig die Folge von einer unzureichenden Beleuchtung.

Im privaten Rahmen ist die Wahl einer passenden Lampe oft an den individuellen Vorlieben gekoppelt. Anders sieht es aber am Arbeitsplatz aus. Für den Arbeitsplatz gelten besondere Ansprüche an die Beleuchtung. Ein schlecht beleuchteter Arbeitsplatz schadet nicht nur den Augen, sondern auch der Motivation und Produktivität. Doch wie kommt das? Wie hängen die Farbtemperatur und Produktivität zusammen? Dabei spielt es übrigens keine herausragende Rolle, ob jemand im Großraumbüro arbeitet oder im Home Office. Denn eine stimmige Beleuchtung kann in jedem Fall die Produktivität beeinflussen und sogar steigern.

Ein passendes Leuchtkonzept geht deshalb auch mit der Farbtemperatur einher. Was eignet sich demnach eher für den Arbeitsplatz – kaltweißes, neutralweißes oder warmweißes Licht? Um den Zusammenhang zwischen Produktivität und Farbtemperatur zu erfassen, lohnt es sich, einen kurzen Blick auf die biologischen Prozesse im menschlichen Organismus zu werfen.

Produktivität fördern mit dem richtigen Leuchtmittel – die Rolle der Lichtfarbe am Arbeitsplatz

Damit sich der Körper erholen und regenerieren kann, ist das Hormon Melatonin aus der Zirbeldrüse erforderlich. Dieses sorgt dafür, dass sich der Mensch müde fühlt und schlafen kann. Dabei hat es die Natur eingerichtet, dass dieses Hormon ausschließlich ausgeschüttet wird, wenn das Licht nachlässt – die Nacht also hereinbricht.

Beginnt der Tag und die Helligkeit nimmt zu, drosselt der Körper die Produktion von Melatonin und kurbelt stattdessen »wachmachende« Hormone und Botenstoffe an. Dazu gehört beispielsweise Cortisol, das die Nebennieren bereitstellen. Dieses Stresshormon erreicht ungefähr um Mitternacht seinen Tiefpunkt. Die größte Menge Cortisol ist zwischen 6 und 8 Uhr morgens im Blut messbar. Ebenso steigen mit zunehmender Helligkeit die Konzentrationen von Testosteron, Serotonin und Dopamin im Blut.

Ein wichtiger Faktor ist Vitamin D, das unmittelbar vom Licht abhängig ist. Der Körper produziert Vitamin D (»Cholecalciferol«), sobald Licht auf die Haut trifft. Warum ist Vitamin D wichtig? Das Hormon, das im Grunde eigentlich kein Vitamin ist, ist an der Bildung und Verwertung von anderen Vitaminen und Mineralstoffen beteiligt. Besonders im Winter, wenn die Tage kürzer sind, leiden Menschen vermehrt unter depressiven Episoden. Der Lichtmangel mindert die Bildung von Vitamin D und wirkt sich unmittelbar auf die Stimmung und den inneren Antrieb aus. Deshalb ist die Beleuchtung für Arbeitsplätze ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

All diese biologischen Abläufe werden vom Tageslicht in Gang gesetzt. Der Stand der Sonne im Tagesverlauf und die damit einhergehende Farbtemperatur beeinflusst die Konzentrationsfähigkeit und Motivation. Natürlich empfundenes Licht, das dementsprechend von oben kommt, ist am ehesten in der Lage, die Leistungsfähigkeit zu steigern. Studien haben dabei auch den Einfluss der Lichtfarbe genauer untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Mittagssonne mit bis zu 5800 Kelvin die Produktivität von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zumindest für begrenzte Zeit deutlich erhöht. Ein dauerhafter Effekt ist mit dieser Farbtemperatur jedoch nicht zu erzielen.

Demnach reagiert der Körper zunächst auf eine warme, gemütliche Lichtfarbe (bis ca. 5000 Kelvin), um munter zu werden. Danach folgt eine Phase der erhöhten Produktivität bei einer Farbtemperatur bis zu 5800 Kelvin, bevor der Körper letztlich zur Ruhe kommen möchte und auf eine Beleuchtung im blauen Bereich (ab ca. 6000 Kelvin) mit verstärkter Müdigkeit reagiert. Diese natürlichen Unterschiede führen unweigerlich zu den folgenden Fragen:

  • Wann ist welche Lichtfarbe für das Büro ideal?
  • Welche Farbtemperatur eignet sich für die Küche?
  • Mit welcher Lichtfarbe lässt sich die Leselampe optimal nutzen?
  • Bei welcher Farbtemperatur fühlen sich Aquarienbewohner und Pflanzen wohl?

Die Antworten dazu liefern die folgenden Abschnitte.

Einsatz von Leuchtmitteln im Büro

Die Farbtemperatur der Beleuchtung bestimmt maßgeblich über das Wohlbefinden und die Atmosphäre eines Raumes. In Büros ist für gewöhnlich eine erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit gefordert. Um Stromkosten zu sparen und die Konzentrationsfähigkeit zu fördern, nutzen immer mehr Unternehmen moderne LEDs als Leuchtmittel der Wahl.

Leuchtdioden verbrauchen weniger Energie als z. B. Halogenlampen. Gleichzeitig zeichnen sie sich durch eine starke Tendenz zum kaltweißen Licht aus. Die Wissenschaft und Erfahrung im privaten Rahmen zeigen, dass der Mensch sich mit warmweißer Beleuchtung besonders wohlfühlt, da diese Beleuchtung Gemütlichkeit und Entspannung fördert. Dieser Effekt ist in Büroräumen jedoch selten erwünscht.

Leuchtmittel, die ein »schummriges Licht« von sich geben und dementsprechend eine warmweiße Lichtfarbe aufweisen, sind hier ungeeignet. Sie können die Bürokräfte sogar träge und schläfrig machen, sodass das Licht die Produktivität eher behindert. Anstatt warmweiße Leuchtmittel zu wählen, lohnt es sich deshalb eher auf neutralweißes oder kaltweißes Licht zu vertrauen.

Neutralweiß bis kaltweiß (3300 Kelvin bis über 5300 Kelvin) ist die bevorzugte Beleuchtung der Wahl im Büro. Viele nutzen solch eine Farbtemperatur ebenfalls in Badezimmern oder Fluren. Büros profitieren ebenso von der positiven und sachlichen Grundstimmung, die diese Farbtemperatur vermittelt. Solche Lampen sind ideal, um alles erkennen zu können. Allerdings ist unbedingt darauf zu achten, dass die Lichtquelle nicht blendet.

In Büros empfiehlt sich daher die Kombination verschiedener Leuchtmittel, um die Aufmerksamkeit optimal zu steuern und die Augen weniger zu belasten. In etlichen Büroräumen gehen Bürokräfte mittlerweile stärker dazu über, die Beleuchtung nach dem Arbeitsbereich auszuwählen bzw. anzupassen.

Lichtfarbe nach Arbeitsbereich auswählen – Produktivität mit einfachen Maßnahmen steigern

Im Büro spielt die Konzentration eine wesentliche Rolle. Die vorigen Abschnitte haben gezeigt, wie wichtig das natürliche Tageslicht für den Fokus und das Wohlbefinden ist. Verschiedene Studien haben zudem herausgefunden, dass eine hohe Lichtfarbe dazu beiträgt, die Produktivität zu steigern und die Stimmung zu verbessern. Insbesondere die Gesundheit profitiert durch erhöhte Farbtemperaturen und kühlere Lichtfarben (d. h. kaltweiße Leuchtmittel ab 5300 Kelvin).

Dadurch erscheint es logisch, die Beleuchtung anhand des Arbeitsplatzes und dem damit zusammenhängenden Maß an Konzentration auszuwählen. Wer die meiste Zeit im Büro vor dem PC verbringt, braucht eine andere Lichtquelle und Farbtemperatur als jemand, der ein Meeting abhält, Kaffee kocht oder Kopien anfertigt.

Für die Arbeit am Computer und Schreibtisch hat sich eine kaltweiße Beleuchtung (z. B. mit Schreibtischlampen) bewährt. Damit natürliches Licht durch die Fenster nicht unangenehm blendet, ist darauf zu achten, dass der Schreibtisch parallel zum Fenster steht. Jalousien und Vorhänge sind für heiße Sommertage unentbehrlich.

Für die nebensächlichen Aufgabenbereiche, wie das Kopieren von Dokumenten, ist die Beleuchtung dagegen weniger bedeutsam. In diesen Fällen muss lediglich eine ausreichende Beleuchtungsstärke (d. h. Helligkeit) gewährleistet sein.

Mittlerweile haben auch die Medizin und der Handel den Nutzen von Tageslicht entdeckt. Spezielle Tageslichtlampen dienen dazu, einen eventuellen Mangel an Tageslicht auszugleichen. Das kälter wirkende Licht ähnelt dem Tageslicht zur Mittagszeit. Dadurch fördert es die Konzentration, macht munter und erhöht die Aufmerksamkeit sowie Kreativität. Für Büroarbeitsplätze, an denen die Angestellten die meiste Zeit des Tages im Gebäude verbringen und nur wenige Fensterplätze vorhanden sind, kann sich gegebenenfalls ein entsprechendes Leuchtkonzept zur Simulierung von natürlichem Licht lohnen.

Einsatz von Leuchtmitteln: die richtige Farbtemperatur in Küchen einsetzen

In der Küche hantieren Personen oft mit Messern und Scheren. Hierfür ist ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration gefordert, um keine Haushaltsunfälle herbeizuführen. Damit dies erreicht wird, sind die richtige Lampe und das passende Leuchtmittel wesentlich. Viele Menschen nutzen in der Küche sogenannte Unterbauleuchten zum Ausleuchten der Arbeitsfläche. Daneben kommen vorrangig Deckenlampen über Essbereiche zum Einsatz sowie in Dunstabzugshauben integrierte Leuchten, die das Kochen erleichtern sollen.

Für jeden der drei Tätigkeitsbereiche (schneiden/vorbereiten, kochen/zubereiten, essen/nachbereiten) empfehlen sich unterschiedliche Leuchtkonzepte. Die Küche betrachten viele Menschen als das Zentrum einer Wohnung. Hier kommt die Familie zusammen, um gemeinsam zu essen und sich über den Alltag auszutauschen. Mit einem warmweißen Leuchtmittel fühlen sich die Anwesenden oft wohler. Der heimelige Eindruck der Küche lässt sich auf diese Weise verstärken.

Anders ist es bei jenen Flächen, die der Vorbereitung und Zubereitung von Mahlzeiten dienen. Die Arbeitsflächen und der Kochplatz profitieren am meisten von einer neutralweißen Farbtemperatur. Damit ist das Spektrum zwischen 3300 bis 5300 Kelvin gemeint. Durch eine tageslichtweiße Lichtfarbe entsteht eine eher sachliche Stimmung. Solche Leuchtmittel sind ideal, um die Aufmerksamkeit zu fördern und eine positive Grundstimmung zu erzeugen. Eine solche Farbtemperatur ist übrigens ebenso bevorzugt in Badezimmern vorzufinden.

Welche Leuchtmittel eignen sich als Leselampen?

Die meisten Menschen wählen als den bevorzugten Leseort das Schlafzimmer oder Wohnzimmer ihrer Wohnung aus. In diesen Räumen sind vor allem Gemütlichkeit und eine behagliche Atmosphäre erwünscht. Damit eine entsprechend intime Atmosphäre vorherrscht, lohnt sich eine Farbtemperatur im warmweißen Bereich. Dieser reicht von 2000 bis etwa 3000 Kelvin und wirkt eher gelblich oder rötlich.

Aufgrund der gemütlichen Wohlfühlatmosphäre, die mit einer warmweißen Beleuchtung einhergeht, eigenen sich solche Leuchtmittel gut für Leselampen. Allerdings gibt es eine Einschränkung: Wer studiert und entsprechend wissenschaftliche Texte lesen will, profitiert eher von einer neutralweißen Beleuchtung, wie sie am Schreibtisch empfohlen wird.

Einsatz von Leuchtmitteln: gesunde Pflanzen mit der richtigen Farbtemperatur

Für Pflanzen ist die Lichtfarbe der Beleuchtung ein wichtiger Aspekt, um optimales Wachstum zu gewährleisten. Grundsätzlich ist das Neutralweiß vom Tageslicht eine Farbtemperatur, die sowohl rote als auch blaue und grüne Anteile enthält. Deshalb ist diese Lichtfarbe für Menschen besonders angenehm und konzentrationssteigernd. Bei Pflanzen ist dies ähnlich.

Eine herkömmliche Pflanze benötigt Licht, um wachsen zu können und die wichtige Fotosynthese zu betreiben. Die Fotosynthese sorgt für den Sauerstoff in der Luft, den Menschen und Tiere einatmen. Pflanzen brauchen zum Wachsen vorrangig drei Faktoren:

  • Licht
  • Wasser
  • Kohlendioxid

Mithilfe dieser drei Komponenten stellen Pflanzen Glukose und Sauerstoff her. Da sie zum Wachsen lediglich Glukose benötigen, Sauerstoff aber nicht, geben sie diesen an die Luft ab. Insbesondere für die Nutzung des Sonnenlichts ist der Farbstoff Chlorophyll unerlässlich. Damit dieser ganze Stoffwechselvorgang optimal abläuft, sind Pflanzenlampen empfehlenswert. Diese leuchten mit einer Lichtfarbe zwischen 5300 und 6500 Kelvin. Dabei handelt es sich um neutralweißes oder tageslichtweißes Licht.

Leuchtmittel für das Aquarium: Welche Farbtemperatur eignet sich für Fische?

Ebenso wie beim Pflanzenwachstum, ist das Licht für den Betrieb eines Aquariums essenziell. Denn jedes Aquarium ist zugleich ein Abbild von dem natürlichen Lebensraum der Bewohner. Pflanzen, Fische, Schnecken und Krebse stellen verschiedene Anforderungen an die Lichtverhältnisse in ihrer ökologischen Heimat. Die Lichtfarbe ist speziell für die Aquarienpflanzen wichtig. Während im Süßwasserbecken vorrangig grüne Wasserpflanzen zu finden sind, ist es in einem Salzwasseraquarium (Meerwasserbecken) anders. Hier spielen stärker die Fische und Weichtiere, wie Anemonen, eine Rolle für die Lichtfarbe.

Süßwasseraquarien beheimaten im Regelfall Pflanzen und Fische, die in der Natur nicht so tief beheimatet sind wie jene im Meer. Dieser Faktor ist auch bei der Lichtfarbe zu berücksichtigen. Das bedeutet, dass in Süßwasseraquarien die Lichtverhältnisse stärker dem Tageslicht gleichen. Im Meerwasseraquarium hingegen herrschen viel eher Bedingungen vor, die den blauen Anteil im Wasser erhöhen. Das liegt daran, dass in der Tiefsee seltener das natürliche Tageslicht bis auf den Grund durchdringt.

Aufgrund dieser natürlich vorherrschenden Lichtverhältnisse ist eine Beleuchtung mit einer Lichtfarbe zwischen 4000 und 6500 Kelvin im Süßwasseraquarium empfehlenswert. Im Salzwasseraquarium hingegen kann die Farbtemperatur bis zu ungefähr 9000 Kelvin reichen. Speziell in Meerwasserbecken hängt die Beleuchtung davon ab, welche Tiere und Korallen bzw. Anemonen gehalten werden und aus welchen Regionen des Meeres sie stammen.

Nicht zuletzt sorgt eine intensive Beleuchtung im Aquarium dafür, dass verstärkt Algen wachsen. Obwohl Algen ihren Beitrag zur Verwertung von Schadstoffen im Wasser leisten, ist ein erhöhtes Algenwachstum dennoch im Aquarium unerwünscht. Dies sollte bei der Wahl der Beleuchtung und der Beleuchtungsdauer bedacht werden.

Fazit: Farbtemperatur von Leuchtmitteln kompakt zusammengefasst

Dieser Ratgeber hat die Farbtemperatur von Leuchtmitteln erläutert. Die Lichtfarbe lässt sich in Kelvin bemessen, wobei 1000 Kelvin ungefähr 727° Celsius entsprechen. Sie ist die Maßgabe für die Strahlung, die ein »Schwarzer Körper« (Planck’scher Strahler) unter Einwirkung von Hitze aussendet. Dabei verändert die ausgesendete Strahlung die Farbe mit steigenden Temperaturen. Bei der Beleuchtung wird grundsätzlich zwischen kaltweiß, neutralweiß bzw. tageslichtweiß und warmweiß unterschieden.

Der gut durchdachte Einsatz der Farbtemperatur kommt dem Wohlbefinden zugute. Gleichzeitig kann eine angemessene Lichtfarbe sich positiv auf die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit auswirken. In diesem Artikel wurden Leuchtmittel anhand ihres Einsatzbereiches erklärt. Demnach profitieren Küchenarbeitsflächen sowie PC-Arbeitsplätze in Büros von einer neutralweißen bis kaltweißen Beleuchtung. Für all jene Orte, die auf Behaglichkeit und Wärme ausgelegt sind, lohnen sich stattdessen warmweiße Leuchtmittel. Das gilt insbesondere für Schlafräume, Wohnzimmer und in Leselampen. Wer das Pflanzenwachstum fördern will, nutzt vorwiegend tageslichtweiße Lampen, während Aquarianer die Wahl der Beleuchtung vom Beckentyp abhängig machen (Süßwasser vs. Salzwasser).

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