Artikel zuletzt aktualisiert am 02.07.2020

Zu hell, zu dunkel oder doch genau richtig? Schlechte Beleuchtung wirkt sich auf die Konzentrationsfähigkeit und die Augen aus. Die Lösung ist eine passende Arbeitsplatzbeleuchtung. Worauf zu achten ist und was eine gute Bürobeleuchtung auszeichnet, das und mehr verrät dieser Ratgeber.

Arbeitsplatzbeleuchtung: Wann ist das Licht richtig?

Rund 90 Prozent verbringen Angestellte im Büro oder Selbstständige im Home Office vor dem Bildschirm ihres PCs. Die Ergonomie des Arbeitsplatzes ist dabei entscheidend, inwiefern die Arbeit die Gelenke, Augen, den Stoffwechsel, und Kreislauf belastet.

Damit die Motivation und Produktivität im Arbeitsalltag stimmen, ist Tageslicht ein essenzieller Baustein der menschlichen Natur. Ohne Licht bleibt der menschliche Organismus eher in Schlummerstimmung. Produktives Arbeiten ist dadurch weniger effizient möglich. Woran liegt das?

Das Tageslicht beeinflusst den Hormonspiegel, Blutdruck sowie Schlaf. Es reguliert wichtige Abläufe im Stoffwechsel oder stößt sie an. Im Dunkeln oder bei schlechten Lichtverhältnissen sind Objekte im Raum hingegen schlechter zu erkennen. Die Augen ermüden dann leichter und müssen sich stärker anstrengen.

Für Arbeitnehmer in geschlossenen Räumen und Büros stellen diese Faktoren wichtige Grundsätze im Arbeitsalltag dar. Eine schlechte Bürobeleuchtung verringert die Konzentration und schadet gegebenenfalls der Sehstärke.

Das Problem starker Kontraste – Bildschirm vs. Bürolampe

Moment, mag manche eine/r nun denken. Der Bildschirm leuchtet doch schon. Wozu braucht es eine zusätzliche Bürolampe? Sobald der PC-Bildschirm (oder das Tablet u. Ä.) als einzige Lichtquelle fungiert, entstehen starke Kontraste im Raum: Die Augen müssen sich stärker anstrengen, weil der Raum im Dunkeln liegt und der Bildschirm im Gegensatz dazu sehr hell erscheint.

Das heißt, wer sich mehr anstrengen muss bei der Arbeit, um alles in einem angenehmen Maß zu sehen, leidet eher unter Verspannungen als Folge schlechter Lichtverhältnisse. Ermüdungserscheinungen sind somit insgesamt wahrscheinlicher, ebenso eine gedrückte Stimmungslage. Wann ist das Licht also richtig? Was gilt als angemessen, um konzentriert zu arbeiten? Dazu lohnt es sich die natürlichen Lichtverhältnisse genauer zu betrachten.

Natur zum Vorbild: Lichtplanung mit dem Biorhythmus?

Jeder Mensch folgt einer inneren Uhr. Die einen sind typische Lerchen, also klassische Frühaufsteher, die zeitig müde ins Bett fallen. Die anderen gelten als typische Nachteulen, die erst spät in die Gänge kommen und umso später müde werden. Viele Menschen sind eine Mischung aus diesen beiden Rhythmen. Denn der Biorhythmus beeinflusst die Konzentration und Leistungsfähigkeit.

In einem Büro sind diese Faktoren besonders gefragt, um die Produktivität hochzuhalten. Zusätzlich nimmt der Biorhythmus Einfluss auf die Abläufe im Stoffwechsel. Ist der Biorhythmus gestört, sinkt das Wohlbefinden und die Produktivität lässt merklich nach. Welchem inneren Takt folgt der Biorhythmus daher? Und welche Rolle nimmt das Tageslicht dabei ein?

Normalerweise gliedern sich der Tag und die Nacht aufgrund des individuellen Biorhythmus in mehrere Hoch- und Tiefphasen. Nach dem Aufwachen beginnt im Regelfall eine erste deutliche Hochphase. In dieser Phase verfügen Menschen über eine optimale Konzentrationsfähigkeit. Sie sind zu dieser Zeit am leistungsstärksten. Anspruchsvolle Aufgaben, die erhöhte Konzentration erfordern, gelingen daher besonders gut in dieser Zeitspanne.

Hochs und Tiefs im Arbeitsalltag: Welche Rolle spielt der Lauf der Sonne?

Nach dem ersten großen Hoch folgt eine erste Tiefphase. In dieser Zeit nehmen die meisten Menschen das Mittagessen zu sich und erleben deshalb häufig das sogenannte »Schnitzelkoma« oder Mittagstief. Dieses Tief geht in eine weitere, etwas schwächer ausgeprägte Hochphase über. Der Höhepunkt dieser Phase erfolgt normalerweise zum Nachmittag hin. Die Zeiten variieren und sind keineswegs feste Naturgesetze, denen niemand entkommt. Vielmehr verfügt kein Mensch über exakt den gleichen inneren Taktgeber.

Im Regelfall kommt es am Abend zu einer letzten, abgeschwächten Hochphase, ehe der Körper endgültig seine Energiereserven auftanken will und in den Schlafmodus übergeht. Auf all diese zeitlichen Abläufe wirkt sich das Tageslicht aus. Morgens geht die Sonne auf, mittags steht sie am höchsten Punkt am Himmel (»Zenit«) und abends geht sie unter. Die Lichtverhältnisse sind nie gleich im Verlauf des Tages. Darauf reagiert der Organismus. Welche Rolle das natürliche Licht für den Biorhythmus und den Arbeitsalltag am Schreibtisch konkret spielt, erklärt der folgende Abschnitt.

Natürliches Licht als Taktgeber? Arbeitsplätze ergonomisch beleuchten!

Der menschliche Organismus und Biorhythmus unterliegen dem Auf und Ab verschiedener Botenstoffe und Hormone. Melatonin, Noradrenalin, Cortisol, Serotonin und Dopamin sind wesentliche Eckpfeiler, wenn es um den inneren Antrieb und die Motivation geht. Aber auch die Leistungsfähigkeit hängt von diesen körpereigenen Mitspielern ab.

Die dunklen Nachtstunden erhöhen die Produktion des »Schlafhormons« Melatonin. Dieses sorgt dafür, dass der Körper den Stoffwechsel verlangsamt und die Leistungsfähigkeit senkt. Dadurch gelingen das Einschlafen und die Erholung im Schlaf. Für die Produktivität im Büro ist Lichtmangel daher ein regelrechter Bremsklotz. Stimmt die Beleuchtung nicht, produziert der Körper zu wenig der natürlichen Gegenspieler zum Melatonin. Ein Mangel an Serotonin und Dopamin zeigt sich besonders stark im Winter, wenn die Tage kürzer sind und es draußen länger dunkel bleibt. Dadurch kommt der Körper schwerer »in die Gänge«.

Die Melatoninproduktion nimmt zudem später als üblich ab, weil die Sonne später aufgeht. Gleichzeitig beginnt die Melatoninproduktion früher am Tag, da die Tage kürzer als im Sommer sind. Mit künstlichen Lichtquellen und optimaler Bürobeleuchtung ist es leichter, die Produktivität zu erhalten und zu fördern. Zudem betrifft die Lichtmenge, die der Mensch über die Augen und Haut aufnimmt, die Stresshormone Cortisol und Noradrenalin. Beide Stoffe sorgen dafür, dass sich der Mensch wach und leistungsfähig fühlt. Sie werden ebenso in den hellen Stunden des Tages produziert und ausgeschüttet.

Ein weiterer Einflussfaktor auf die Leistung und Motivation ist das »Sonnenvitamin« D. Vitamin D bildet der Körper nicht allein. Er benötigt dafür Tageslicht. Je mehr Tageslicht auf die Haut trifft, desto höher fällt der Vitamin D Anteil im Organismus aus. Besonders im Winter, wenn die Tage kürzer sind, leiden viele Menschen unter einem Mangel an Vitamin D. Aus diesem Grund sind die Leistungsfähigkeit und Stimmungslage oft schwächer ausgeprägt als im Sommer. Mit der passenden Bürolampe kann das körpereigene Wohlbefinden gestärkt werden, sodass die Arbeit leichter fällt.

Ausflug in die Physik: Beleuchtungsstärke und Lichttemperatur für die optimale Bürolampe

Bürolampe ist nicht gleich Bürolampe. Was ist Licht überhaupt? Worin unterscheidet es sich? Dazu lohnt sich der Blick in die Physik. Generell ist das Licht, das der Mensch wahrnimmt, lediglich der sichtbare Anteil der Strahlung, die von der Sonne ausgeht. In den Naturwissenschaften wird Licht vorrangig als Welle identifiziert (obwohl es ebenso wie alles andere aus Teilchen, Photonen, besteht – Stichwort: Welle-Teilchen-Dualismus). Die Lichtstrahlen bewegen sich wie eine Welle. Dabei lassen sich die Strahlen klar voneinander unterscheiden, da es unterschiedliche Wellenlängen gibt.

Das sichtbare Licht lässt sich anhand der Frequenz der Welle bestimmen. Es verläuft in einem Bereich zwischen 380 nm bis 780 nm. Der blaue Anteil bewegt sich als kurze Welle mit einer Frequenz von 470 nm. Der rote Anteil gilt als langwellige Strahlung mit einer Frequenz von 700 nm. Die Morgensonne strahlt eher bläulich, während die Abendsonne eher im rötlichen Bereich erscheint.

Für den Büroalltag sind Bürolampen gefragt, die den Körper wach und munter halten. Deshalb kommen vorwiegend kühle Lichtspektren zum Einsatz. Wer eine Bürolampe kaufen will, trifft unweigerlich auf den Unterschied zwischen Lux und Kelvin. Beide Bezeichnungen beschreiben eine physikalische Eigenschaft der jeweiligen Lichtstrahlen.

Lux ist in der Physik eine Einheit für die Beleuchtungsstärke einer Lichtquelle. Das bedeutet vorrangig, dass die Frage »Wie hell leuchtet eine Lampe?« mit Lux zu beantworten ist. Wer Lux sagt, meint automatisch auch den Begriff Lumen. Die Beleuchtungsstärke Lux lässt sich in Lumen pro Quadratmeter ausdrücken. Was bedeutet das für den Alltag im Büro?

Für gewöhnlich richtet sich die Helligkeit einer Lampe nach dem Einsatzgebiet bzw. Verwendungszweck. Welcher Ort benötigt das künstliche Licht? In einem Lagerraum ist weniger Lux vonnöten als in einem Arbeitsumfeld, an dem Texte gelesen oder verfasst werden. Generell steigt die Lux-Zahl mit den Anforderungen. Demnach benötigen ältere Arbeitnehmer mehr Helligkeit am Arbeitsplatz als junge Angestellte.

Im Detail heißt das:

  • Lagerräume: bis 200 Lux
  • Handwerksarbeiten: 200 bis 300 Lux
  • Büroarbeiten: 500 bis 750 Lux
  • Präzisionsarbeiten (z. B. Gravuren durchführen): 1000 bis 2000 Lux

Kelvin hingegen steht für die Lichttemperatur bzw. Lichtfarbe. Diese Einheit beantwortet vor allem die Frage danach, wie »warm« das Licht erscheint. Grundsätzlich unterscheidet die Physik zwischen kaltes und warmes Licht. Das hängt erneut mit den Wellenlängen zusammen.

Kaltes Licht ist weiß oder blau. Warmes Licht hingegen bietet das Spektrum von Rot bis Gelb. Besonders gut lässt sich dies an Lampen für den Schreibtisch und einer Kerze verdeutlichen. Eine Kerzenflamme brennt für gewöhnlich als »warme Lichtquelle«, wohingegen die Bürobeleuchtung häufig kalte Lichttemperaturen aufweist.

Im Allgemeinen gelten neutrales Weiß mit ca. 4000 Kelvin und Warmweiß als empfehlenswerte Lichttemperaturen. Ebenso eignen sich sogenannte Tageslichtlampen (6000 bis ca. 10000 Kelvin), um die Beleuchtung zu verbessern. Letztere verfügen über den zusätzlichen Vorteil, dass sie dem Körper Tageslicht simulieren und sich Arbeitnehmer dadurch eher munter fühlen.

Doch wie sollen Arbeitskräfte und Unternehmen nun wissen, was sich besser auf die Arbeit im Büro auswirkt? Wie beeinflusst welche Lichteigenschaft das Büro und den Arbeitsalltag? Insbesondere die Fragen, was die Konzentration fördert und welche Tätigkeiten von welchen Leuchteigenschaften profitieren, lassen sich mit dem richtigen Wissen über Leuchtmittel beantworten.

Nicht alles, was unbedingt nötig ist, ist zugleich auch sinnvoll. Nur weil die Chirurgie präzises Arbeiten erfordert und deswegen besonders helle Lampen benötigt, heißt das nicht, dass solche Leuchten für den alltäglichen Einsatz in einem Büro sinnvoll sind.

Arbeitsplatzbeleuchtung optimal gestalten – wichtige Faktoren für die Konzentration

Nun stellt sich die Frage, was grundsätzlich beim Thema Büro- und Arbeitsplatzbeleuchtung zu beachten ist. Dafür spielen Faktoren, wie die Ergonomie am Arbeitsplatz sowie die Beleuchtungsstärke und Lichttemperatur wichtige Rollen. In einem Operationssaal im Krankenhaus herrscht vorrangig ein kaltes Lichtspektrum im blau-weißen Wellenbereich. Dieses ist bekannt dafür, die Konzentration zu fördern, sodass beispielsweise ein Chirurg fokussiert operieren kann.

In einem Büro hängt aber kein Menschenleben unmittelbar von der Arbeit ab. Dennoch lassen sich gewisse physikalische Eigenschaften für die Bürobeleuchtung nutzbar machen. Der Gesetzgeber hat gesetzliche Regelungen für den Arbeitsplatz festgelegt. Diese erlauben es, die Arbeitsplatzbeleuchtung passend auszuwählen. Über die Ergonomie von Licht am Arbeitsplatz klärt der folgende Abschnitt auf.

Das schreibt die Arbeitsplatzverordnung für die Beleuchtung vor!

Für gewöhnlich verstehen Menschen unter Ergonomie die Höheneinstellung von Schreibtischen oder wie die Armlehnen am Stuhl auszurichten sind. Aber auch die Beleuchtung ist ein ergonomischer Aspekt am Arbeitsplatz. Grundsätzlich sollten Bürolampen am Arbeitsplatz so gewählt sein, dass wenigstens 500 Lux erreicht werden. Diese Lichtstärke ähnelt am ehesten dem natürlichen Licht draußen. Diese Vorschriften dienen dem Schutz der Arbeitnehmer. Die Arbeitsplatzverordnung liefert Vorgaben und Hinweise darauf, welche Leuchtentypen für den eigenen Arbeitsplatz geeignet sind.

Demnach lässt sich anhand der Verordnung weitestgehend die richtige Beleuchtungsstärke, Lichtfarbe, Farbwiedergabe, Gleichmäßigkeit sowie das Vermeiden von Schatten und Blendeffekten beeinflussen. Insbesondere das Zusammenspiel von Licht und Schatten ist hierbei beachtenswert. Eine grelle Leuchte, die direktes Licht auf eine Arbeitsfläche wirft, die dieses Licht reflektiert und den Arbeitnehmer blendet, ist prinzipiell ungeeignet.

Für die richtige Beleuchtung sind ebenfalls die Wände und Zimmerdecke relevant. Weiße Zimmerwände reflektieren einen großen Teil des Lichts (bis zu 85 %). Dagegen werfen rote Ziegelsteine lediglich 15 % des Lichts zurück. Ähnliches gilt für Holzvertäfelungen. Dunkles Holz reflektiert lediglich 35 % des darauf treffenden Lichts. Das bedeutet im Umkehrschluss: Je dunkler der Raum gestaltet ist, desto mehr Lichtquellen sind erforderlich, um optimale Lichtverhältnisse zu schaffen.

Leuchtentypen – welche Bürolampen eignen sich als Beleuchtung im Büro?

Für die Bürobeleuchtung spielt es hauptsächlich eine Rolle, wo und wie gearbeitet wird. Deswegen existieren grundlegende Unterschiede bei der Wahl und dem Einsatz der Beleuchtung im Büro. Eine Lampe kann demnach raumbezogen wirken oder bloß einzelne Arbeitsbereiche und Teilflächen beleuchten. Doch was bedeutet das in der Praxis? Zudem stellt sich die Frage nach direktem und indirektem Licht. Wer profitiert von welchen Leuchtentypen? Das zeigen die nachfolgenden Absätze.

Unterschiede bei der Bürobeleuchtung: Raum, Arbeitsbereich oder Teilflächen beleuchten?

Für die Planung, wie ein Büro beleuchtet sein soll, sind die Unterschiede zwischen dem Raum, Arbeitsbereich und den Teilflächen wesentliche Faktoren, die sich im Endeffekt auf die Arbeitskraft auswirken können. Deckenlampen sind vorwiegend raumbezogene Leuchttypen. Sie dienen dazu, einen kompletten Raum möglichst gut auszuleuchten, sodass sich die Anwesenden wohlfühlen und genug erkennen, um entspannt der Arbeit nachgehen zu können.

Wandleuchten können denselben Zweck erfüllen, allerdings sorgt ihr geringerer Lichtkreis häufig eher dafür, dass sie einen Arbeitsbereich beleuchten und nicht den kompletten Raum. Sie eignen sich überwiegend für kleine Räume, wie Flure oder Sanitärräume. Arbeitsbereiche lassen sich wahlweise mit Pendelleuchten oder Stehlampen optimal ausleuchten. Je nach Art der Arbeit, die dort erledigt wird, kommen unterschiedliche Größen und Varianten infrage.

Zuletzt lassen sich Büroräume anhand der Teilflächen ausleuchten. Dazu gehört beispielsweise der Bereich des Schreibtisches, auf dem Texte verfasst werden. Dabei lohnt sich der Blick auf die indirekten und direkten Beleuchtungsarten: Eine indirekte Beleuchtung schafft Gemütlichkeit und kann sich für z. B. Ruhezonen eignen. Doch worin unterscheidet sich die indirekte Beleuchtung am Arbeitsplatz von der direkten Beleuchtung? Das zeigt der folgende Teil des Artikels.

Direkte vs. indirekte Beleuchtung am Arbeitsplatz – wie passt das zusammen?

Lampen existieren in allen erdenklichen Formen, Farben und Größen. Sie lassen sich perfekt auf den Einsatzbereich abstimmen und ermöglichen es, die Atmosphäre im Raum zu beeinflussen. Direkte und indirekte Beleuchtungen beeinflussen das Wohlbefinden sowie die Helligkeit in einem Raum. Damit die Beleuchtung im Büro gelingt, ist es wichtig, auf eine ausgewogene Beleuchtung zu achten. Denn sowohl zu viel Licht als auch zu wenig oder zu unausgeglichene Lichtverhältnisse beeinflussen das Wohlbefinden. Doch was bedeutet direktes und indirektes Licht überhaupt?

Als indirekt gilt das Licht, wenn der Lichtstrahl eher weich und diffus erscheint und von anderen Oberflächen reflektiert wird. Das geschieht beispielsweise mithilfe von Wandleuchten. Ebenso kommen Pendelleuchten mit Blenden als indirekte Lichtquellen infrage. Generell gelten Bürolampen als indirekte Beleuchtungsquelle, wenn sie das Licht nicht direkt auf die Arbeitsfläche werfen.

Direktes Licht trifft, wie der Name schon sagt, direkt auf den Schreibtisch bzw. die Arbeitsfläche. Es bewirkt eher harte Übergänge zwischen den beleuchteten und unbeleuchteten Flächen. Stehlampen und klassische Schreibtischlampen gelten als typische Bürolampen für direkte Beleuchtung. Wer als Deckenleuchte direkte Beleuchtung erwünscht, nutzt vorrangig sogenannte Spots oder Leuchtstoffröhren. Ebenso kommen Pendelleuchten ohne Blende als direkte Lichtquellen zum Einsatz.

Damit die Arbeit im Büro möglichst effektiv verläuft und sich Arbeitnehmer motiviert und wohl fühlen, ist außerdem eine ausgewogene Beleuchtung erforderlich. Damit die Augen weniger schnell ermüden, gilt es, harte Schatten und Kontraste zu vermeiden. Dies gelingt mit einer Mischung aus direkter und indirekter Beleuchtung. Ausschließlich eine hell leuchtende Schreibtischlampe als Bürolampe zu nutzen ist nicht empfehlenswert, um den Arbeitsbereich ausreichend und gleichmäßig zu erhellen.

Individuell einstellbare Bürolampen ermöglichen es, dem jeweiligen Arbeitnehmer die Beleuchtung bei der Arbeit zu ermöglichen, mit der er/sie sich wohlfühlt. Allerdings ist dies besonders in Großraumbüros schwierig. Hier kommen meistens Rasterleuchten oder Spots zum Einsatz. Gleichzeitig war es vor einigen Jahren noch die Regel, dass kaltes, bläulich-weißes Licht verwendet wurde. Meist stammte dies aus Neonröhren oder LEDs. Inzwischen gehen immer mehr Arbeitgeber dazu über, wärmeres Licht für Büroarbeiten zu verwenden, um den Wohlfühlfaktor für die Arbeitnehmer zu erhöhen.

Konzept der Präsenz- und Tageslichtsteuerung: Was ist gemeint?

In modernen Büroräumen nutzen Unternehmen immer häufiger sogenannte Lichtmanagementsysteme. Solche automatisch funktionierenden Beleuchtungskonzepte ermöglichen den vollautomatischen Einsatz der richtigen Lichtintensität am richtigen Ort zur richtigen Zeit. Diese bedarfsgesteuerte Automation wirkt sich vorteilhaft auf den Energiebedarf eines Büros aus. Denn die Energie kommt nur dann zum Einsatz, wenn sie tatsächlich benötigt wird. Dadurch lässt sich der Energiebedarf mithilfe von Tageslichtsteuerung sowie Präsenzsteuerung um mehr als drei Viertel senken. Aber was ist eine Tageslichtsteuerung und was ist eine Präsenzsteuerung?

Die modernen Lösungen für Leuchtsysteme nutzen Sensoren, um die Helligkeit der Lampen (Heizungen, Lüftungsanlagen etc.) optimal dem Bedarf anzupassen. Die sogenannte Tageslichtsteuerung reagiert auf die Veränderung der Grundhelligkeit in einem Raum. Solche Leuchten sind dimmbar, damit sie sich im Helligkeitsgrad anpassen können. Dadurch ist im Büro die Beleuchtungsstärke stets konstant. Das fördert in Büros die Produktivität, da die Bürolampen stets das gleiche Beleuchtungsniveau im Raum bewahren.

Die Präsenzsteuerung gilt als gängige Lösung für Beleuchtungssysteme. Hierbei nutzt die Technik Bewegungsmelder oder Präsenzsensoren. Diese steuern das Ausschalten sowie das Einschalten der Beleuchtung je nach Anwesenheit von Personen. Dadurch sind Lichtschalter praktisch überflüssig – die Automation übernimmt diesen Vorgang für den Menschen.

Zusammenfassung – passende Bürolampen nutzen, Konzentration steigern

In Büroräumen herrschten in den letzten Jahren weißblaue Leuchtkonzepte vor. Absolute Helligkeit galt bislang als erstrebenswert, um produktiv im Büro zu arbeiten. Inzwischen ist klar, dass die Ergonomie am Arbeitsplatz auch die Lichtverhältnisse einschließt. Der menschliche Organismus folgt einem inneren Takt. Diese zeitlichen Abläufe, im Biorhythmus festgehalten, lassen sich mit der richtigen Beleuchtung optimal gestalten. Natürliches Licht spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Dieses liegt für Büroräume ungefähr bei 500 bis 750 Lux (ca. 4000 bis 6000 Kelvin). Neben der Natürlichkeit hat dieser Ratgeber erklärt, dass ein ausgewogenes Verhältnis von direkter und indirekter Beleuchtung im Büro angemessen ist. Zugleich lassen sich Büroleuchten für ganze Räume, einzelne Arbeitsbereiche oder Teilflächen einsetzen. Mit bedarfsgerechter Lichtsteuerung gelingt die Bürobeleuchtung ohne An- und Ausschalten durch Personen. Sensoren erleichtern den Lichtalltag und verringern zusätzlich den Energiebedarf durch optimal eingestellte Automation.

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